Was muss ich als Arbeitgeber bei Ferienjobs für Schüler beachten?

Was muss ich als Arbeitgeber bei Ferienjobs für Schüler beachten?
In den Schulferien werden gelegentlich Schüler zur Aushilfe für in Urlaub befindliche Mitarbeiter bzw. für einen zusätzlichen saisonalen Bedarf eingestellt. Hierbei ist zu klären, ob die Schüler für diese Aushilfsbeschäftigung bei der Krankenkasse anzumelden und ob für sie Beiträge abzuführen sind.

Umfang der Ferienjobs für Schüler

Schüler können grundsätzlich während eines Ferienjobs unbegrenzt verdienen, ohne sozialversicherungspflichtig zu werden, wenn die Dauer der beabsichtigten Beschäftigung im voraus befristet ist. Allerdings gilt dies längstens für eine Zeit von zwei Monaten bzw. 50 Arbeitstagen innerhalb eines Kalenderjahres. Diese Frisst wird beim jobben ausschließlich während der großen Ferien im Normalfall meist nicht überschritten. Für eine solche kurzfristige Beschäftigung brauchen auch keine Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung abgeführt werden.

Jobben als Schüler auch außerhalb der Ferien

Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung mit einem Arbeitsentgelt bis zu 400 EUR monatlich kann hingegen auch über die Schulferien hinaus und länger als zwei Monate oder 50 Arbeitstage ausgeübt werden. Für eine geringfügig entlohnte Beschäftigung von Schülern hat der Arbeitgeber jedoch die Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung sowie die pauschale Steuer zu entrichten. Die Angaben des Arbeitsgebers summieren sich somit auf 25 % des Arbeitsentgelts (bis 30.06.2006) bzw. 30 %. Zudem sind auch die Umlagen U 2 und ggf. U 1 an die Mini-Job-Zentrale abzuführen.

Meldungen für Ferienjobs

Obwohl für nur die großen Sommerferien beschäftigte Schüler (kurzfristige Beschäftigung) stets Sozialversicherungsfreiheit vorliegt, muss eine Anmeldung vorgenommen werden.

Die Meldungen sind sowohl für auf 400-EUR-Basis als auch für kurzfristig beschäftigte Schüler an die Mini-Job-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung/Knappschaft in 45115 Essen zu richten.

Wenn der Schüler erstmals beruflich tätig wird, muss sowohl bei der kurzfristigen Beschäftigung als auch bei der geringfügig entlohnten Beschäftigung gleichzeitig mit der Meldung eine Versicherungsnummer beantragt werden. Die Beendigung der Aushilfsbeschäftigung ist ebenfalls entsprechend zu melden.

Hinweis: Volljährige Jugendliche müssen wegen des Kindergeldes und/oder sonstiger steuerlicher Vergünstigungen der Eltern (z.B. Kinderzulage bei Riester-Rente, Ortszuschlag im öffentlichen Dienst etc.) darauf achten, dass die Einkünfte und Bezüge 7.680 EUR im Jahr auch nicht um einen Euro überschreiten. Für BAföG-Empfänger liegt die Grenze bei 4.800 EUR im Bewilligungszeitraum.