Steuerpläne der Bundesregierung für die Gebäudesanierung

Steuerliche Förderungen für die energetische Gebäudesanierung werden seit Jahren gefordert. Aus Furcht vor hohen Steuerausfällen scheiterte die tatsächliche Umsetzung der Steuerpläne jedoch regelmäßig an dem Widerstand der Bundesländer. Im Rahmen der letzten Ministerpräsidentenkonferenz im Dezember 2015 wurde jedoch ein Kompromiss zwischen dem Bund und den Ländern gefunden.

Hausbesitzer sollen künftig zusätzlich einen Teil ihrer Sanierungskosten von der Steuer absetzen können, wenn sie zum Energiesparen Wände dämmen, neue Heizkessel oder Fenster einbauen. Die steuerliche Förderung beläuft sich auf 10 bis 25 Prozent der Sanierungskosten. Die Förderung kann jedoch nicht auf einmal eingelöst werden, sondern muss über einen Zeitraum von 10 Jahren gleichmäßig verteilt werden. Im Gegenzug wird im Interesse der Bundesländer eine Kürzung der allgemeinen Steuerermäßigung für Handwerker-Leistungen erwogen. Somit werden im Bereich der Energieeffizienzsteigerung im Gebäudesektor Investitionsanreize geschaffen, während die allgemeinen Steuerentlastungen für Hausbesitzer abgebaut werden. Ob die Bundesregierung vor der Verabschiedung des Gesetzes noch Veränderungen vornimmt, bleibt abzuwarten.

StB-Web, 31.01.2015