Fristen zur Abgabe: Vier Jahre für Freiwillige

Ende Mai ist Stichtag für die Steuererklärung. Wer die Frist einhalten muss.

Viele Steuerzahler haben ihre Formulare fürs Steuerjahr 2012 noch nicht abgeschickt. Wer laut Gesetz eine Einkommensteuererklärung abgeben muss, sollte sich beeilen, denn Ende Mai läuft die Frist ab. Der Stichtag gilt für alle, die bestimmte steuerliche Vergünstigungen nutzen. Dazu gehören beispielsweise die Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte, etwa der Kinderfreibetrag, oder das Ehegatten-Splitting. Ebenfalls in der Pflicht sind Selbstständige und Freiberufler deren Jahreseinkommen 8.004 Euro (Ledige) beziehungsweise 16.008 Euro (Verheiratete) im vergangenen Jahr überschritten hat. Auch Ex-Ehepartner, die Unterhalt beziehen, Arbeitnehmer, deren Nebeneinkünfte 410 Euro jährlich übersteigen, sowie Mütter und Väter, die Elterngeld beziehen, müssen ihre Unterlagen bis Ende Mai einreichen. Wer zu einer dieser Personengruppen zählt und seine Steuererklärung von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein machen lässt, der kann sich bis Ende 2013 Zeit lassen. Die Frist lässt sich bei begründeten Anträgen bis Ende Februar 2014 verlängern.

Wer nicht gesetzlich verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, sondern dies freiwillig tut, hat dafür grundsätzlich vier Jahre lang Zeit. Nach fünf Jahren verjähren die Ansprüche des Finanzamts auf Einkommensteuer. Die Frist von fünf Jahren gilt allerdings nicht, wenn der Fiskus die Steuern stundet, weil der Steuerzahler klamm ist – oder in Fällen, in denen der Steuerschuldner bereits Insolvenz angemeldet hat.